Spen­den­brief Dez 2017 4

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de von NAOMI
Die kal­te Jah­res­zeit beginnt auch in Grie­chen­land, und so wen­den wir uns wie­der mit einem Spen­den­brief an alle Unter­stüt­zer und Unter­stüt­ze­rin­nen der NAOMI Arbeit. Ein gro­ßer Dank geht jedoch zuerst an Alle, die mit ihren Spen­den und Kol­lek­ten sowie durch den Erwerb von NAOMI Pro­duk­ten unse­re Arbeit bis­her geför­dert haben! So konn­ten wir oft unbü­ro­kra­tisch und schnell direk­te Not lin­dern. Ihre Hil­fen sind dazu immer wie­der eine Ermu­ti­gung und Stär­kung für unse­re Mit­ar­bei­ten­den in einem zuneh­mend belas­te­ten Arbeits­feld. Not­fall­hil­fen finan­ziert NAOMI über Ihre Spen­den und Kol­lek­ten. (Mie­ten und Gehäl­ter wer­den finan­ziert durch kirch­li­che Insti­tu­tio­nen) Posi­tiv ist zu berich­ten: • In der Näh-Werk­statt wur­de die Her­stel­lung von Pro­duk­ten erwei­tert, über 1300 Jacken wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr aus­ge­ge­ben. 3 Flücht­lin­ge wer­den halb­tags fest ange­stellt. In einem Bera­tungs­pro­zess durch einen Wirt­schafts­be­ra­ter wird eine lega­le und abge­si­cher­te Grund­la­ge auch für wei­te­re Arbeits­plät­ze ange­strebt Nach Chi­os in ein Lager gehen gera­de 25 Män­tel, von einer Grup­pe in Spa­ni­en finan­ziert. 40 Per­so­nen neh­men an den 5 wöchent­li­chen Kur­sen und an wei­te­ren Pro­duk­ti­ons­ein­hei­ten von Elke Woll­schlä­ger teil. Es gab über 8 Mona­te ein Näh-Pro­gramm für Frau­en im Flücht­lings­la­ger Dia­va­ta. • In dem sozia­len Bereich ist seit Juli der Sozi­al­ar­bei­ter Paul Esser tätig. Er bear­bei­tet vie­le Anfra­gen von Insti­tu­tio­nen in Deutsch­land. Er ist vor allem in der Not­fall­hil­fe und in der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung mit Deutsch­land aktiv. Die Koope­ra­ti­on mit ande­ren Fach­Or­ga­ni­sa­tio­nen wur­de inten­si­viert. 15 Fäl­le betreut er lang­fris­tig. Ehren­amt­li­che Patin­nen betreu­en 5 Fami­li­en. • Brot für die Welt finan­ziert die neue Stel­le der Gesamt­lei­tung für ein Jahr. Der Über­gang von einer Frei­wil­li­gen Orga­ni­sa­ti­on zu einer pro­fes­sio­nel­len Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on schrei­tet vor­an. • Der Deutsch Unter­richt wird gut ange­nom­men, Was­si­li­ki Tosouni­dis ist eine sehr enga­gier­te und krea­ti­ve Leh­re­rin, die ihre Schü­ler und Schü­le­rin­nen ein­fühl­sam auf ein Leben in Deutsch­land vor­be­rei­tet. Für eini­ge von ihnen zahlt NAO­Mi die Bus-Tickets, damit sie zum Unter­richt kom­men kön­nen. Es neh­men 40 Schü­le­rIn­nen regel­mä­ßig an den Kur­sen teil. Nöte und Bedar­fe In Nord­grie­chen­land leben nach Anga­ben des Minis­te­ri­ums 11.000 Geflüch­te­te (Stand 8/2017). NAOMI ist in wöchent­li­chem Kon­takt mit 115 Fami­li­en oder Ein­zel­per­so­nen. 1. Aus allen Flücht­lings­grup­pen kom­men Anfra­gen nach ü Ver­pfle­gung, vor allem Baby- und Kin­der­nah­rung, war­mer Klei­dung ü Medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung (Zahn­be­hand­lun­gen, Bril­len, usw) ü Tickets zu Behör­den, Kran­ken­häu­sern und NGOs Durch ein Kre­dit­kar­ten­sys­tem und ein Woh­nungs­pro­gramm vom UNHCR wer­den vor allem die erreicht und gering­fü­gig (150€/Monat/Erwachsener) ver­sorgt, die nach 2015 bis 2016 kamen. Es gibt Vie­le, die kei­nen Zugang haben oder nach Ablauf einer 6 Monats­frist nun um eine Been­di­gung die­ser Pro­gram­me ban­gen. 1. Für Geflüch­te­te, die vor dem 2015 ins Land gekom­men sind und noch immer im
Asyl­be­wer­ber­sta­tus sich befin­den, wur­den alle Hilfs-Pro­gram­me gestri­chen, und sie kom­men in den Sta­tis­ti­ken nicht vor. Ca. 1000 Men­schen in Thes­sa­lo­ni­ki sind davon betrof­fen. NAOMI leis­tet ü Finanz­hil­fen für Mie­ten und Neben­kos­ten und für den täg­li­chen Bedarf: Immer wie­der­gibt es Not­fäl­le von Räu­mungs­kla­gen, oder der Strom wird abge­stellt. NAOMI finan­ziert zur­zeit die Mie­te von 2 allein­ste­hen­den Frau­en mit Kin­dern und von 3 kin­der­rei­chen Fami­li­en. Vie­le von ihnen haben frü­her in Grie­chen­land arbei­ten kön­nen und so ihre Fami­li­en unter­hal­ten kön­nen. Aber seit Jah­ren ist es so gut wie unmög­lich, Arbeit zu fin­den. Die­se Grup­pe ist vor allem in der NAOMI Näh­werk­statt ver­tre­ten. 2. Zudem sind die vie­len Neu­an­kom­men­den aus dem Evros Gebiet in aller größ­ter Not, sie wer­den nicht in den staat­lich geführ­ten Lagern auf­ge­nom­men, das Minis­te­ri­um ver­wei­gert jede Hil­fe und vor allem die Nicht-Syrer bekom­men oft­mals erst Papie­re nach lan­gem Kampf. Papie­re aber sind die Vor­aus­set­zung für wei­te­re Hil­fen. Vie­le hau­sen in Bau­rui­nen und auf der Stra­ße. Im Stadt­ge­biet von Thes­sa­lo­ni­ki rech­net man mit eini­gen hun­dert Per­so­nen, dar­un­ter Fami­li­en mit Kin­dern und vie­le allein rei­sen­de Män­ner. NAOMI finan­ziert ü kurz­fris­ti­ge Hotel­un­ter­kunft für Fami­li­en mit Kin­dern ü war­me Klei­dung, Koch­ge­schirr und Nah­rungs­mit­tel
3. Die Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung nach den EU Dub­lin Ver­ord­nun­gen wur­de seit Mai 2017 von den Behör­den her­un­ter gefah­ren. Lan­ge War­te­zei­ten sind für die Betrof­fen eine gro­ße Belas­tung. Von den über 3000 vom BAMF geneh­mig­ten Zusam­men­füh­run­gen wird monat­lich nur eine gerin­ge Zahl wei­ter gelei­tet, und das auch nur über ein extrem teu­res Rei­se­bü­ro in Athen. Die Tickets müs­sen von den Betrof­fe­nen in der Regel selbst gezahlt wer­den, offi­zi­el­le Mit­tel ste­hen aktu­ell nicht zur Ver­fü­gung. Sie sind in den Deutsch Kur­sen ver­tre­ten, NAOMI hat für 15 Per­so­nen ü Flug- Tickets nach Deutsch­land zah­len kön­nen, damit sie nicht auf eine War­te­lis­te gesetzt wer­den. Was­si­li­ki hat ihre oft­mals ver­zwei­fel­ten Schü­le­rIn­nen ermu­tigt und gestärkt, und Paul hat vie­le inten­siv bei der Abwick­lung der Ver­fah­ren betreut.
4. För­de­rung von Stu­die­ren­den Flücht­lin­gen. Nao­mi för­dert jun­ge Män­ner aus Syri­en, Liba­non und Paläs­ti­na, die sich auf ein Stu­di­um in Grie­chen­land vor­be­rei­ten, mit ü Finanz­hil­fen und Inten­siv Unter­richt in der Grie­chi­schen Spra­che
Im Namen des Vor­stan­des und aller Mit­ar­bei­ten­den grü­ßen wir Sie in die­sen unru­hi­gen Zei­ten sehr herz­lich und freu­en uns auf wei­te­re Kon­tak­te mit Ihnen. Ein fro­hes, ein geseg­ne­tes Weih­nachts­fest! Blei­ben Sie NAOMI treu!
Doro­thee Vaka­lis Dr. med Ulf Möbi­us
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