Satzung der gemeinnützigen Gesellschaft mit dem Namen

„NAOMI – Ökumenische Werkstatt für Flüchtlinge in Thessaloniki“

Satzung als PDF – DE  ||  Satzung als PDF – GR

§1 Bezeichnung der Gesellschaft

Hiermit wird eine gemeinnützige Gesellschaft des bürgerlichen Rechts gegründet, die von den Artikeln 741ff des gr. ZGB geregelt wird. Die Gesellschaft (gemeinnützige GbR) führt den Namen: NAOMI – Οικουμενικό Εργαστήριο Προσφύγων Θεσσαλονίκης. Für die Korrespondenz des Vereins mit Deutschland wird der folgende wort-wörtlich ins Deutsche übersetzte Name verwendet: „NAOMI – Ökumenische Werkstatt für Flüchtlinge Thessaloniki“, für die Korrespondenz mit weiteren Ländern wird folgender wortwörtlich ins Englische übersetzte Name verwendet: „NAOMI Ecumenical Workshop for Refugees Salonica“.

§2 Sitz - Siegel
  1. Sitz der Gesellschaft (gemeinnützige GbR) ist die Stadt Thessaloniki.
  2. Das Siegel der Gesellschaft beschreibt einen Kreis und am Rand innerhalb des Kreises steht der Name der Gesellschaft und das Logo, das eine Taube über dem Buchstaben “I” des Wortes “NAOMI” darstellt.
§3 Zweck –Aktivitäten

Der Zweck der Gesellschaft ist interkulturell, ökumenisch und sozial, bildend. Er besteht einerseits im gegenseitigen Kennenlernen von religiösen, kulturellen und sprachlichen Elementen des Lebens von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten und den Mitgliedern der Gesellschaft und allen anderen Beteiligten. Dabei sollen gegenseitiges Verständnis und Vertrauen und die Wertschätzung der unterschiedlichen kulturellen und religiösen Lebensweisen unter allen Beteiligten gefördert werden.

Andererseits und im Besonderen soll die soziale Unterstützung und Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden und Migranten, die sich in und im Umfeld von Thessaloniki aufhalten oder auf der Durchreise sind, sichergestellt werden. Es soll mitgewirkt werden an dem Aus- und Aufbau einer Friedenskultur für alle.

  1. Zweck der Gesellschaft ist es insbesondere: Gegenseitiges Kennenlernen, Wertschätzen und Kooperieren von Angehörigen verschiedener Kulturen, Religionen und Lebensweisen, von allen, die an dem NAOMI Projekt beteiligt sind, zu fördern mit dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens der Menschen in Europa.
  2. Soziale Unterstützung und Hilfe bei der Versorgung und Unterbringung während der Durchreise oder während des Integrationsprozesses für Flüchtlinge, AsylbewerberInnen und MigrantInnen zu gewährleisten. Dabei sollen Familien mit Kindern und Alleinerziehende und sonstige besonders Schutzbedürftige im Vordergrund stehen.
  3. Die Förderung des Erlernens von Fähigkeiten zur Herstellung von u.a. Kleidung, Schmuck, Accessoires und handwerklichen bzw. dekorativen Gegenständen sicherzustellen. Ziel ist es, mittelfristig Flüchtlingen, AsylbewerberInnen und MigrantInnen eine eigene Produktion oder Anstellung zu ermöglichen.
  4. Das wechselseitige Lernen und Lehren von Fremdsprachen und anderen Fähigkeiten, wie das Erlernen der Nutzung von Computern, traditioneller Kunst, Handarbeit uam., mit dem Ziel eine Integration in das Berufsleben und eine selbständige Lebensweise zu fördern.
  5. Die besondere soziale Förderung und Beschäftigung weiblicher Flüchtlinge und Asylbewerberinnen und Migrantinnen, mit dem Ziel der Bekämpfung ihrer sozialen und geschlechtsspezifischen Diskriminierung, Ausgrenzung und Ausbeutung.
  6. Zusammenarbeit mit Behörden und Einrichtungen in Griechenland und im Ausland, sowie mit Privatunternehmen, gemeinnützigen und Nichtregierungs-Organisationen (NGO´s) mit dem Ziel gemeinsame Projekte und Aktivitäten für Flüchtlinge zu entwickeln, aber auch verbesserte Bedingungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu schaffen.
  7. Die Kooperation mit anderen christlichen Kirchen im In- und Ausland, besonders denen, die im Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf oder in der KEK (Konferenz europäischer Kirchen) vertreten sind, mit dem Ziel, eine dem ökumenischen Geist und der Überwindung von religiöser und aller anderen Formen von Diskriminierung dienende Zusammenarbeit zu gewährleisten. Die Gesellschaft weiß sich verpflichtet dem Konziliaren Prozess“, einem gemeinsamen Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Jede Form von Proselytismus, Rassismus und Fundamentalismus wird abgelehnt.
  8. Interventionen bei öffentlichen Dienststellen und Behörden sowie bei Institutionen in Griechenland und im Ausland für die Förderung einer Willkommenskultur und des friedlichen Zusammenlebens der Menschen in Europa sind ebenfalls vorgesehen.
§4 Besondere Mittel und Wege zur Zweckerreichung

Der Gesellschaftszweck wird insbesondere erreicht dadurch: dass

  1. – kostenloser Unterricht und Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen, wie der Herstellung von traditionellen Kunstwerken, Handarbeiten, Kleidung, Handwerken, Nutzung von Computern, usw. Fremdsprachen und interkulturellen und sozialen Kompetenzen angeboten wird.
  2. – durch finanzielle, materielle und immaterielle  Leistungen zur teilweisen oder gänzlichen Deckung der Kosten für Grundversorgung- und Unterbringung sowie der sozialen Integration von Flüchtlingen und AsylbewerberInnen und Migranten beigetragen wird;
  3. – der Verkauf von Handarbeiten, Kunsthandwerken, und anderen Artefakten, die im Rahmen der Aktivitäten der Gesellschaft angefertigt werden, sichergestellt wird;
  4. – geeignete Räume für Unterricht und Seminare, Ausbildung, Produktion, Begegnungen und Treffen und andere Aktivitäten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden.
  5. – die Information und Aufklärung über aktuelle Entwicklungen und Angebote in der Flüchtlingspolitik in Griechenland und im europäischen Ausland erfolgt sowie Hilfe bei der Vermittlung an andere zuständige Stellen zur Wahrnehmung ihrer Rechte.
  6. – die Schaffung eines Netzwerks mit ähnlichen oder verwandten Gesellschaften, Organisationen, Einrichtungen und Institutionen bzw. Agenturen im In- und/oder Ausland zur Kooperation mit diesen Trägern.
  7. – Durch eine geeignete Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung der Ziele der Gesellschaft und den damit zusammenhängenden Herausforderungen.
  8. – Pflege von Kontakten der Gesellschaft zu institutionellen Einrichtungen, Trägern und Verbänden, die im Flüchtlingsbereich auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene aktiv sind. Die Gesellschaft wird in besonderer Weise die Zusammenarbeit mit kirchlichen Trägern suchen.
  9. – die Beantragung von Mitteln und Programmen bei den zuständigen Behörden zu Fragen, die die Ziele der Gesellschaft betreffen insbesondere in Zusammenhang mit den Belangen und Rechten der Flüchtlinge und Asylsuchenden.
  10. – die Durchführung von Studien und Untersuchungen zu Fragen, die die Ziele der Gesellschaft betreffen, d.h. in Zusammenhang mit den Belangen der Flüchtlinge und Asylsuchenden stehen.
  11. – jedes andere Mittel oder jede Tätigkeit, die nach den gesetzlichen Regelungen und den Satzungsvorschriften zur Erreichung der Gesellschaftsziele einen Beitrag leisten können und Ausarbeitung bzw. Durchführung von nationalen, europäischen und internationalen Projekten oder Programmen christlicher Kirchen in Zusammenhang mit dem Zweck der Gesellschaft.
§5 Dauer

Die Dauer der Gesellschaft ist auf unbestimmte Zeit festgelegt.

 

§6 Gemeinnützigkeit - Rechtspersönlichkeit der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts mit gemeinnützigem Charakter und aus diesen Gründen

  1. werden die Mittel, sowie jede Art von Einnahmen der Gesellschaft ausschließlich zur Verfolgung ihrer Ziele bereitgestellt.
  2. wird ausgeschlossen, die Gewinne unter den Gesellschaftsmitgliedern zu verteilen, sowohl während ihrer Tätigkeit als auch im Fall einer Ausscheidung. Eventuell resultierende wirtschaftliche Überschüsse während ihrer Tätigkeit bleiben als Vermögen der Gesellschaft bestehen.

 

 

§7 Kapital – Finanzielle Mittel
  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 2.000,00 Euro, das von den Gründern anteilmäßig eingezahlt wird.
    Die Gesellschafter haften in keiner Weise persönlich mit mehr als ihrer eingezahlten Gesellschaftseinlage gegenüber Dritten für Verpflichtungen, die als Folge von Gesellschaftsaktivitäten entstanden sind. Die individuellen Kreditgeber der Gesellschafter haben kein Anrecht, auf das Gesellschaftsvermögen zuzugreifen.
  2. Ressourcen (Mittel) der Gesellschaft sind:
    (a) – Das obige Gründungskapital.
    (b) – Geldleistungen, Beihilfen, Subventionen, Zuschüsse, Spenden von natürlichen Personen oder von griechischen, europäischen oder internationalen Organisationen, von sonstigen natürlichen oder juristischen Personen des öffentlichen oder privaten Rechts in Griechenland und/oder im Ausland, des griechischen Staates oder von Trägern der kommunalen Selbstverwaltung aller Ebenen, sowie Erbschaften, Vermächtnisse, Spenden und Gelder von ausländischen Trägern, von der griechischen Regierung und lokalen Behörden aller Ebenen und Erbschaften, Vermächtnisse, Spenden, Gelder jedweder griechischer oder ausländischer natürlichen oder juristischen Person.
    (c) – Etwaige Einnahmen aus Aktivitäten und Tätigkeiten, die der Zielverfolgung dienen, insbesondere aus dem Verkauf der produzierten Handarbeiten, Kunstwerke, Schmuckstücke oder etwaige Mittel durch die Teilnahme der Gesellschaft an nationalen, europäischen oder internationalen Projekten oder Programmen, die mit den Zielen der Gesellschaft kompatibel sind.
    (d) – Jede andere regelmäßige und/oder einmalige Zahlung zugunsten der Gesellschaft, sowie etwaige Zinsen aus Einlagen bei Bank- und Kreditinstituten.
  3. Die Gesellschaft ist verpflichtet, mindestens ein Bankkonto in einer in Griechenland anerkannten Bank zu eröffnen und zu halten und sie kann entsprechende Konten Ausland eröffnen und aufrechterhalten.
  4. – Wenn die Gesellschaft Grundvermögen (Immobilien) erwerben möchte, ist dafür immer ein Beschluss der Vollversammlung notwendig. Was die Nutznießung betrifft, kann diese keineswegs durch Beteiligung an einem kommerziellen Unternehmen entstehen.
§8 Mitgliedschaft
  1. Mitglied der Gesellschaft kann auf Antrag und nach den Bestimmungen dieser Satzung jede natürliche Person, ob griechischer Staatsbürger oder Staatsbürger eines EU-Staates oder Staatsbürger eines Drittlandes werden, sowie jede juristische Person, so auch Vereinigungen von Personen (Verbände) mit Sitz in Griechenland oder im Ausland, deren Aktivitäten allerdings nichtgegen die Ziele der Gesellschaft verstoßen dürfen.
  2. Über den Aufnahmeantrag einer Mitgliedschaft entscheidet die Vollversammlung. Sie entscheidet darüber mit absoluter Mehrheit ihrer sämtlichen Mitglieder (1/2 +1).

 

§9 Ehrenamtliche Mitgliedern

Die Vollversammlung kann Personen als Ehrenmitglieder ernennen, die griechischer oder ausländischer Staatsangehörigkeit sind und ihre Dienste in Bereichen anbieten, die mit den Zielen der Gesellschaft in Verbindung stehen und entweder zu ihrer erfolgreichen Zweckerfüllung beitragen oder ihre Dienste bzw. eine finanzielle Unterstützung anbieten. Des Weiteren kann die VV Personen als Ehrenmitglieder ernennen, die sich im Sinne der Ziele der Gesellschaft verdient gemacht haben,

§10 Mitgliederechte
  1. Ordentliche Mitglieder der Gesellschaft sind untereinander gleichberechtigt und haben das Recht:
    (a) – An den Vollversammlungen der Gesellschaft teilzunehmen und sich zu der –TO zu äußern und ihre Stimme zur Beschlussfassung abzugeben;
    (b) – Den Vorstand zu wählen (aktives Wahlrecht) und bei Erfüllung der satzungsgemäßen Voraussetzungen in den Vorstand gewählt zu werden (passives Wahlrecht);
    (c) – Auskünfte über die gesamten Angelegenheiten der Gesellschaft einzuholen;
    (d)– Ihre Dienstleistungen der Gesellschaft gegen Entgelt anzubieten;
    (e) – Ganz allgemein jedes Recht, das sich aus den Bestimmungen dieser Satzung ergibt, auszuüben;
  2. Ehrenmitglieder beteiligen sich an Aktivitäten der Gesellschaft. Sie können an ordentlichen oder außerordentlichen Vollversammlungen teilnehmen und haben dort Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht und kein Recht zu wählen oder gewählt zu werden.

 

 

§11 Mitgliederpflichten

Die Mitglieder der Gesellschaft sind verpflichtet:
(a– dieBestimmungen der Satzung zu beachten undden Beschlüssen desVorstands undder Vollversammlung zu folgen;
(b) – sich zu bemühen jedes Vorhaben der Gesellschaft zu unterstützen und zu ihrer Durchführung und Erreichung der Ziele beizutragen;
(c) – Eine Übertragung der Gesellschaftsanteile der Mitglieder an Dritte ist verboten.

§12 Austritt der Mitglieder

Jedes Mitglied ist berechtigt auf seine Eigenschaft als Mitglied zu verzichten und aus der Gesellschaft auszutreten, indem es dies dem Vorstand per einfachem schriftlichen Antrag mitteilt.

§13 Ausschluss der Mitglieder

Falls ein Mitglied oder Ehrenmitglied gegen die Ziele der Gesellschaft und die Organbeschlüsse verstößt oder Handlungen unternimmt, die das Ansehen der Gesellschaft herabsetzen, kann die Vollversammlung auf der Grundlage eines Beschlusses, der mit absoluter Mitgliedermehrheit (1/2+1) gefasst wird, dieses ausschließen.

§14 Verwaltung

Verwaltungsorgane der Gesellschaft sind die Vollversammlung und der Vorstand.

Vollversammlung

  1. Die Vollversammlung ist das oberste Organ der Gesellschaft und entscheidet über jede Frage, die nicht der Zuständigkeit des Vorstands obliegt.
  2. Die Vollversammlung ist zuständig:
    (a) – alle zwei (2) Jahre die Mitglieder des Vorstands zu wählen und seine Tätigkeit zu kontrollieren.
    (b) – allgemeine Richtlinien und die Arbeitsweise der Gesellschaft festzulegen und zwar unter dem Leitgedanken der Zielverfolgung, wie in der Satzung festgelegt.
    (c) – Zuschüsse, Subventionen, Gelder aus Leistungen und Spenden von öffentlichen und privaten Institutionen und Trägern aus dem In- und/oder Ausland zu genehmigen, deren Herkunft kenntlich zu machen sind und die bei öffentlichen Trägern und Anstalten aus entsprechend bekannten Quellen stammen sollten.
    (d) – über die Einstellung von Personal und Beratern für den Betrieb der Gesellschaft zu entscheiden und Rechte und Pflichten dieser Mitarbeiter sowie ihre Vergütung festzulegen.
    (e) – über Änderungen der Satzung und die Auflösung der Gesellschaft zu entscheiden, sowie jede andere Frage, die dem Vorstand zur Umsetzung vorgelegt wird.
  3. Die ordentliche Vollversammlung wird durch den Vorstand alle sechs Monate einberufen und zwar -wenn dies möglich ist – in den Monaten September und März eines jeden Kalenderjahres. Eine außerordentliche Vollversammlung wird einberufen, wenn dies vom Vorstand als notwendig erachtet oder dies von 1/3 der ordentlichen Mitglieder der Gesellschaft beantragt wird.
  4. Die Einberufung, die Zeit, der Ort und die Tagesordnung der ordentlichen Vollversammlung werden den Mitgliedern der Gesellschaft durch Ankündigungen und       durch jedes andere geeignete Mittel (via Post, per Einschreiben, Telefax, Email oder andere elektronische Kommunikationsmittel) vom Vorstand bekanntgemacht und zwar mindestens fünfzehn (15) Tage vorher. In der Einladung der einzuberufenden Vollversammlung stehen die Tagesordnung, das Datum, die Uhrzeit und der Ort der Durchführung sowie Einzelheiten der Wiederholung der Vollversammlung für den Fall, dass diese nicht beschlussfähig ist. Für       außerordentliche Vollversammlungen gilt das gleiche Verfahren, es sei denn, dass es sich um eine Frage handelt, welche nach dem Ermessen des Vorstands äußerst dringend erscheint, dann gilt dafür keine Fristenregelung.
  5. Die Vollversammlung ist beschlussfähig, wenn bei der Sitzung       2/3 der Mitglieder anwesend sind und zur Beschlussfassung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder entschieden wird, es sei denn, es geht um Fälle, bei denen die Satzung Anderes vorschreibt.
  6. Die Teilnahme an der Vollversammlung wird entweder persönlich oder durch Online-Versammlung (unter SkypeAnwendung bzw. Telefonkonferenzen) stattfinden und die Abstimmung wird durch Handzeichen geführt, es werden Sitzungsprotokolle in einem speziellen Ordner geführt werden.

Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern und wird von der Vollversammlung für zwei Jahre gewählt. Er besteht aus dem/der Vorsitzenden/GeschäftsführerIn, dem/der SchriftführerIn und dem/der Schatzmeisterin. Eine Wiederwahl der gleichen Person in das Amt des Vorsitzenden für mehr als zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten sollte vermieden werden. Die VV kann je nach Bedarf weitere Mitglieder in den Vorstand wählen.
  2. Zu den Aufgaben des Vorstands zählen:
    (a) – zu den ordentlichen und außerordentlichen Vollversammlungen einzuladen, auf den VVen Bericht zu erstatten und Auskunft über alle Fragen zu geben, die den Betrieb und die Verwaltung der Gesellschaft betreffen.
    (b) – die Führung der laufenden Geschäfte und Durchführung der Verwaltungsaufgaben, sowie das Eigentum der Gesellschaft zu verwalten und über die Mittel (Ressourcen) der Gesellschaft zu verfügen und zwar unter den vorgesehenen Beschränkungen der Satzung und dies immer unter dem Leitgedanken der Interessen und Erfüllung der Ziele der Gesellschaft.
    (c) – Beschlüsse zu fassen zu Verwaltungsfragen und zu finanziellen oder juristischen Fragen, die die Gesellschaft angehen und nicht im Zuständigkeitsbereich der Vollversammlung sind, sowie darüber zu entscheiden ggf. im Namen der Gesellschaft einen Prozess zu führen.
    (d) – auf Vorschlag des/der Schatzmeisters/In die Kosten zu genehmigen und über die Käufe oder Lieferungen im Namen der Gesellschaft Beschlüsse zu fassen.

Vorsitzende/r – Geschäftsführer/in

  1. Der/die Vorsitzende/Geschäftsführer(in) vertritt die Gesellschaft, unterschreibt zusammen mit dem/der SchriftführerIn im Namen der Gesellschaft gegenüber Dritten (natürliche oder juristische Person, oder Körperschaft), öffentlichen Stellen, Verwaltungsbehörden, Gerichten und vertritt die Gesellschaft gerichtlich   und außergerichtlich. Die Handlungen, die im Namen und auf Rechnung der Gesellschaft vorgenommen werden, sind verbindlich für die Gesellschaft, wenn sie innerhalb des – durch die festgelegten Ziele der Gesellschaft bestehenden – Rahmens liegen.
  2. Er/Sie überwacht und kontrolliert die Organe der Gesellschaft und sorgt dafür, dass die Satzung angewendet wird.
  3. Für den Fall, dass der/die Vorsitzende/GeschäftsführerIn abwesend oder verhindert ist, wird er/sie vom Schriftführer vertreten oder von einer einstimmig vom Vorstand bevollmächtigten Person.

Schriftführer/in

  1. Der/Die SchriftführerIn unterschreibt zusammen mit dem/der Vorsitzenden/GeschäftsführerIn im Namen der Gesellschaft gegenüber Dritten (natürliche oder juristische Person, oder Körperschaft), öffentlichen Stellen, Verwaltungsbehörden, Gerichten und vertritt die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich. Er führt Protokolle über Sitzungen des Vorstands, verwaltet die Bücher und verwahrt das Siegel der Gesellschaft. Er/Sie sorgt für die Erledigung der Korrespondenz, führt den Schriftwechsel und macht die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und vertritt den/die Vorsitzenden/GeschäftsführerIn falls diese/r abwesend oder verhindert ist.
  2. Für den Fall, dass der/die SchriftführerIn abwesend oder verhindert ist, wird er von einer Person vertreten, die vom Vorstand einstimmig bevollmächtigt wird.

Der /Die SchatzmeisterIn

  1. Der/die SchatzmeisterIn n trägt die Verantwortung für das Gesellschaftsvermögen und verwahrt es. Er verwaltet die Finanzen der Gesellschaft, trägt dafür persönlich die Verantwortung und haftet für jedwede wirtschaftliche Unregelmäßigkeit.
  2. Er/Sie kassiert Geld von jeder natürlichen oder juristischen Person des öffentlichen oder privaten Rechts, Körperschaft, Einrichtung oder öffentlichen Träger im Inland und/oder im Ausland, einschließlich der Staatskasse, Banken, Kreditinstitute, Anstalten usw. und stellt dafür Einnahmequittungen aus.
  3. Er/Sie nimmt Zahlungen vor, wobei Zahlungen nicht den Betrag von 1.500 € überschreiten dürfen. Für Ausgaben über 1500 Euro bedarf es der Zustimmung des Vorstandes (siehe &14 Vorstand).
  4. Er/Sie  veranlasst Einzahlungen auf Gesellschaftskonten, die die Gesellschaft in anerkannten Kreditinstituten (Bank) hält.
  5. Er/Sie erledigt die gesamte Finanzbuchführung der Gesellschaft und trägt die ausschließliche Verantwortung dafür.
  6. Die VV kann professionelle oder ehrenamtliche Hilfen für den Kassenwart beschließen.
§15 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr, es beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines jeden Jahres. Das erste Geschäftsjahr endet am 31. Dezember 2016.

 

 

§16 Satzungsänderung – Auflösung der Gesellschaft

Die Änderung dieser Satzung wird mit einer Mehrheit von 2/3 der Mitgliederversammlung beschlossen, und die Auflösung der Gesellschaft wird mit einer Mehrheit von 4/5 der Mitglieder einer Vollversammlung vorgenommen und zwar in Fällen, die gesetzlich geregelt sind.
Im Falle des Todes, des Ausschlusses oder des Austritts eines Gesellschafters, wird die Gesellschaft mit den übrigen Gesellschaftern fortgesetzt. Niemand, auch nicht die Erben eines Gesellschafters erwerben Rechte auf das Vermögen der Gesellschaft.
Im Fall einer Auflösung und in Übereinstimmung mit dieser Satzung, wird die Gesellschaft gemäß den Vorschriften des Artikels 777 gr. Zivilgesetzbuch unter Liquidation gestellt. Das bewegliche und unbewegliche Vermögen wird aufgrund des Beschlusses der Vollversammlung mit Mehrheit von 4/5 zur Verfügung einer anderen Gesellschaft oder entsprechenden Einrichtung gestellt, die einen ähnlichen Zweck verfolgt, wie die Zwecke dieser Gesellschaft.

§17 Schlussbestimmung

Die   Gründungsmitglieder, die diese Satzung unterscheiben sind folgende:

  1. Dorothee Vakalis
  2. Burkhart Sellin
  3. Elke Wollschläger
  4. Anne Maria Sellin
  5. Auguste-Maria Scheffner-Varvaressou
  6. Karin Vavatzanidou
  7. Marie Meihsner
  8. Vasilis Psychoudakis
  9. Ulrike Christidou
  10. Ingrid Kristalli
  11. Ulf Möbius
  12. Pelagia Pirpiri

 

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