Deutsch Unterricht

Zielgruppe 1

Der Deutsch Unterricht richtet sich an Flüchtlinge, die im Prozess der Familienzusammenführung mit Angehörigen in Deutschland oder Österreich stehen. Er ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder konzipiert.

Für Kinder im Vorschulalter ist während des Deutsch Unterricht der Eltern eine Betreuung durch Freiwillige organisiert.

Zielgruppe 2

Für Flüchtlings-Kinder aus griechischen Schulen, die Deutsch als Fremdsprache haben, wird ein Förderunterricht angeboten.

Der Unterricht findet in einem Raum von NAOMI statt,
der eigens dafür eingerichtet wurde.

Kooperation

Kooperationen gibt es mit dem Tageszentrum „Alkyone“ der NGO Ökologische Bewegung Thessaloniki und anderen NGOs wie Arsis, Praksis und Antigoni. Im Filoxeneio, einem Haus, in dem von der Stadt Thessaloniki und Arsis Flüchtlingsfamilien untergebracht und betreut werden, wird der Unterricht von NAOMI-Kräften in der Einrichtung selbst durchgeführt.

 

Team

Unser Team besteht aus: Wassiliki Tosounidou (Germanistin, Übersetzerin, Deutsch als Fremdsprache – Lehrkraft, Hauptamtliche), Karin Vavatzanidis (Diplompädagogin, DaF-Lehrkraft, Goethe-Institut, Gesellschafterin/Beirat), Marie Meihsner (Germanistin, DaF-Lehrkraft, Studien- und Karriereberaterin, DIALOGOS, Gesellschafterin/Beirat), Gianna Kerkinopoulou (Germanistin, Schulberaterin für Deutsch, öffentlicher Dienst, Freiwillige/Beirat) und weiteren Freiwilligen.

Konzept

Vorrangiges Ziel des Unterrichts, ist die Förderung der Sprechfähigkeit und des Hörverstehens von Flüchtlingen, sowie die Vermittlung der in Deutschland/Österreich geltenden Werte, Normen und Gepflogenheiten des Zusammenlebens. Die Förderung von umfassenderen Sprachkompetenzen dagegen, z.B. hinsichtlich der Rechtsschreibung und Grammatik, stehen nicht im Zentrum. In einigen Fällen muss erst mit einer Alphabetisierung begonnen werden. Die Lerninhalte orientieren sich an unmittelbaren und wichtigen Alltagsbelangen, die Flüchtlinge für ihre Integration in Deutschland/Österreich benötigen und zu ihrer interkulturellen Kompetenz führen.

Folgende Themenbereiche werden beispielsweise behandelt (alphabetisch geordnet):

  • Alltag in Deutschland

(z. B. Einkaufen/Wohnen/Behördenkontakte)

  • Arbeit
  • Gesundheit/Medizinische Versorgung
  • Kindergarten/Schule/ Ausbildung/ Beruf
  • Orientierung vor Ort (Verkehr/Mobilität)
  • Sitten und Gebräuche in Deutschland/Regionale Besonderheiten/ Feste
  • Alltagskommunikation/ Zusammenleben

 

Innerhalb eines Themas können gleichwohl Übungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angewendet werden und der Umfang des angebotenen Lernwortschatzes kann individuell auf die Lernenden abgestimmt werden. Das geschieht durch differenzierte methodisch-didaktische Ansätze.

Der Wochenplan des Unterrichts richtet sich nach der Kapazität der Lehrenden und den Situationen vor Ort. Bewährt hat sich eine Unterrichtspraxis für die Lernenden von drei Unterrichtstagen pro Woche à zwei UE .